
Philipp Haffner: TESTSERIEN
In der Ausstellung TESTSERIEN zeigt Haffner neue Gruppen von Zeichnungen, die er als Datenerhebung über mediatisierte Weltwahrnehmung bezeichnet. Entsprechend ihrer systematischen Struktur wird die Arbeit in Rastern präsentiert.
Diese Serien nehmen visuelle Inhalte aus verschiedenen Medien, insbesondere aus dem Internet auf. Kernkraftwerke, Mikroben und Ringer sind anscheinend willkürlich ausgewählt, verweisen aber in subtiler und spielerischer Weise auf wirtschaftliche, biologische, logistische Strukturen. Ohne den ernsten Charakter einer objektiven Analyse für sich zu beanspruchen funktionieren sie mehr als Selbsttests. Der Künstler wird zum Proband und die Zeichnung zum empirische Beweis des Denkens.
Haffner erforscht mit seinen Zeichnungen, wie sich die Konstruktion von Wirklichkeit durch die Digitalisierung verändert hat. Gleichzeitig erreichen die Serien aber auch eine ästhetische Qualität, die als unbeabsichtigt gelten könnte.
ATOMKRAFTWERKE
RINGER
MIKROBEN